Guenfer Çoelgecen
             
Vita Showreel Portraits
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Foto © Anselm Röser, Verena Schuh

not - Ein Theaterstück unter Verwendung von Textpassagen aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery in einer Bearbeitung von Günfer Çölgeçen und Enis Yıldız

Die zweisprachige Produktion „not“ zeigt einen emotionalen Ausnahmezustand zweier Figuren. Diese durchleben eine Störung ihres alltäglichen Normalzustandes, geraten in eine kurzzeitige Überforderungssituation. Die von Identitätsverlust gezeichnete dargestellte Verstörung wird konfrontiert mit Erzählsträngen aus dem Kleinen Prinzen: Die Begegnung des kleinen Prinzen mit dem König und die mit dem Fuchs.

Diese Konfrontation bezeichnet im Stück den Augenblick, dass neben dem eigenen Denken und der eigenen emotionalen Befindlichkeit es immer auch eine andere mögliche Geschichte gibt, der sich zuzuwenden lohnt.
Jedem Protagonisten ist ein/e Souffleur/se zugeteilt, der/die Sprachlücken oder Sprachverlust mit Fragmenten: Worten oder Wortfolgen in Türkisch und auf Deutsch aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery - eben dieser anderen Geschichte, also eines möglich anderen Denkens - auffüllt. Das darstellerische Aufgreifen der Fragmente aus dem Kleinen Prinzen transzendiert die Ausgangssituation des Stückes so in ein beispielhaft anderes Sprechen und Handeln.
Darüber eröffnet sich für die Protagonisten ein Weg, zwischen den Polen der „Irritation, Zerrissenheit, Sprachlosigkeit“ und der Sehnsucht „nach einem normalen Leben“ bewegen zu können.

Über die Darstellung Desselben in zwei verschiedenen Sprachen und über eine Schauspielerin und einen Schauspieler entfaltet das Stück unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten und Antworten auf das gemeinsame Erlebnis, weder in der einen noch in der anderen Kultur verlustfrei zuhause sein zu können.

In der Musik verschmelzen türkisch-orientalische und westliche Elemente. Gespielt auf Saxofon, Querflöte, Ney, sowie elektrischen und akustischen Gitarren erklingen atmosphärisch dichte Klangbilder, Jazzanklänge und orientalische Motive.

 

Projektleitung / künstlerisches Konzept: Günfer Cölgecen

Premiere: 11.Mai 2006, Musisches Zentrum, Ruhruniversität Bochum

Das eigenständige bilinguale Stück entstand als Auftragsarbeit von Günfer Çölgeçen für die deutsch-türkischen Theatertage "Bo-stanbul ´06“

Bi- nationale Gemeinschaftsproduktion zwischen Boskop (NRW), Tiyatro Anadolu (Eskişhehir/ Türkei) und Günfer Çölgeçen (NRW)

mit: Andreas Heuser, Ertuĝrul Coruk /Musikalische Leitung), Ümit Aydoĝdu (Tiyatro Eskisehir), Ufuk Cam, Aslı Bulat